PCGames hat einen Artikel in ihrem Magazin gebracht, den sie jetzt auch auf ihre Homepage gestellt haben.
Der Titel :
Der EA-Report – was ist dran am Mythos des bösen Publishers?
Kunst oder Kommerz – was davon trifft auf Electronic Arts zu? Wir hinterfragen sechs gängige Vorurteile über EA.
Im Artikel wird schon auf der ersten Seite darauf hingewiesen, das EA von der Kultur keine M ( Rated 18 ) Titel rauszubringen abgekommen ist.
Für mich ganz klar ein Zeichen, das in Richtung Kommerz geht.
Dann ein Zitat vom Artikelersteller:
“Außerdem respektiert die Firma Arbeitnehmerrechte seit einiger Zeit besser, nachdem 2005 ein Blog-Eintrag für Empörung gesorgt hatte, in dem von 80 Stunden Arbeitszeit und mehr auch jenseits der “Crunch time” die Rede war. Wie es sonst um Image-schädigende Vorurteile über EA bestellt ist, lesen Sie auf den folgenden Seiten.”
Ach was, die Tatsache, das sie Arbeitnehmer 80 Stunden schuften lassen ist also ein image-schädigendes Vorurteil? Die Betonung liegt auf Vorurteil, den das es image-schädigend ist wenn es herauskommt ist wohl jedem selbst klar.
Auch wenn sich das geändert hat, ist es nochlange kein Vorurteil gewesen. Und nur weil sich etwas geändert hat ist nicht das vergangene vergessen.
Und jetzt fangen sie, aber erst richtig mit den bösen Vorurteilen an. (Die Vorurteile sind nicht die Meinung der PCGames, sondern anscheinend eine Sammlung der meisten Vorurteile die man so kennt)
Vorurteil 1: EA bringt nur ein seelenloses Produkt nach dem anderen auf den Markt
Es fängt an die SIMS auzuzählen, was damals sicher ein Kracher war.
Auch heute können die SIMS die Leute noch begeistern, aber ist eben nichts neues mehr, sondern eine solide Einnahmequelle. Aber die Leute kaufen es wie die verückten, und ich würde jetzt nicht soweit gehen, und sagen alle SIMS Käufer sind so dumm weil sie “seelenlose Produkte” kaufen.
Dann spielt man auf die “updates” von den immer gleichen Spielen an. zb.
- Need for Speed
- Fifa
- Madden
- NFL etc.
Als seelenlos, würde ich die Spiele auch nicht bezeichnen. Sicher sind sie nicht wahnsinnig kreativ, aber was erwartet man von diesen Spielen? Sie bewegen sich im Rahmen der Möglichkeiten, und natürlich wird das eine oder andere “Feature” für den nächsten Teil “zurückgehalten.
Da muss man auch die wirtschaftliche Seite von dem Konzern sehen. Aber seelenlos sind die Produkte, meiner Meinung nach nicht. Das wäre den Entwicklern gegenüber unhöflich, die ja nicht die Politik des Konzern vorantreiben bzw. vieleicht selbst gar nicht so vertreten.
Und jetzt kommen auch noch so Titeln, wie Spore,Mirror’s Edge, und Battleforge was anregen könnte EA wäre jetzt unter die kreativen gegangen. Ich meine nicht, ich trenne zwischen EA und den Entwicklern die für EA was entwickeln.
EA ist ein Konzern, der auf maximale Gewinn aus ist, und Spiele nur braucht um eben dieses zu scheffeln.
Natürlich kann man sagen, EA muss diese Spiele auf genehmigen und das Geld bereit stellen. Ja das stimmt schon, und ist auch gut aber macht sie noch lange nicht zu den kreative Erfinder dieser Spiele.
Rechtlich natürlich schon, aber ihr wisst was ich meine.
Vorurteil 2: EA kauft zahlreiche Studios auf dem Markt auf und macht sie dann kaputt.
Zitat von John Riccitiello: “Wir bei EA hatten einen großen Anteil am Scheitern bei der Übernahme von Entwicklern … Westwood, Bullfrog, Origin – all diese Orte existieren nicht mehr und sind keine kreativen Kräfte mehr in der Branche.”
Ja ganz klar die Orte gibt es nicht mehr, aber die Orte waren auch meist nie die kreative Treibkraft.
Sondern die Entwickler, die dort gearbeitet habe, und die sind fast alle von EA weggegangen. Die kreative Köpfe gibt es schon noch, was die Firmen wie Westwood,Bullfrog, und Origin großgemacht haben.
Nur eben nicht mehr bei EA.
Ob EA daraus gelernt haben, wird man erst in 1 oder 2 Jahren wissen, und solange die Gewinne stimmen.
Es kann schnell sein, das ein Studio nicht genug Gewinn oder sogar Verluste macht. Dann ist es vieleicht ganz schnell vom Fenster weg, sprich geschlossen,aufgelöst oder zur besseren Produktivität eingegliedert.
Ist das gute Recht von EA, aber darauslernen würde ich das dann nicht nennen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Vorurteil 3: EA vernachlässigt den Support für Produkte.
Da ich derzeit nur Crysis habe, was mich vom spielerischen zwar nicht überzeugt hat, aber das ist ein anderes Thema.
Der Singleplayer wurde gefixt, wie mir scheint. Den da gibt es anscheinend nicht mehr die großen Beschwerden. Was ich so lese, und aus meiner eigenen Erfahrung.
Das Crytek den Patch 1.3 nicht herausbringt, kann man nicht wirklich EA anhängen. Den falls es so im Vertrag steht, das Crytek für die patches für Crysis zuständig ist, dann ist EA meiner Meinung nach aus dem Schneider. Den normalerweise wird sowas festgelegt, und meisten ist der Entwickler dafür zuständig. Was natürlich nur für, externe Entwicklerstudios gilt.
Wenn es ein Hauseigenes Studio ist, kann sich EA natürlich nicht abputzen, und zu sagen der Titel war nicht profitable genug, wir stellen den Support ein. Wirtschaftlich sicher nachvollziehbar, nur braucht man sich dann nicht über schlechte Presse und Communitymeinungen wundern.
Imagefördernd ist das sicher nicht, den alle denken jetzt, EA du hast schon wieder einen Entwickler (Crytek) unter Druck gesetzt. Da hätten sie sich in ihrem Interesse schon ins Zeug lege können.
Ich habe letztens noch gelesen (Forum Gamestar) das EA, Crytek gekauft/übernommen haben soll.
Dem ist nicht so, EA published nur Crytek- Crysis und jetzt auch WARHEAD aber ist definitiv nicht von EA aufgekauft worden.
Vorurteil 4: EA beutet Spieler kommerziell aus.
Also um jemanden auzubeuten, muss man eine gewissen Machtstellung gegenüber denjenigen habe den man ausbeuten will. Das ist meiner Meinung nach in der Spielbranche nicht gegeben.
Die Spieler können zwar sagen, wie soll ich die ganzen Spiele den jemals spielen, wenn sie soviel kosten.
Aber niemand muss alle Spiele sofort haben, und zum Vollpreis. Natürlich gibt es äußere Einflüsse,Freude,Schulkameraden oder ähnliches. Die meine sowas muss man haben, sonst ist man nich “IN”. Aber das ist jetzt nichts branchenspezifisches, sondern ein allgemeines Problem.
Also beutet EA die Spieler aus, von mir ein klares NEIN.
Zitat: PCgames Artikel:
Apropos Vollpreis: Dass ein mehr als drei Jahre alte Sims 2 fast immer noch für diesen über die Theke wandert, ist verwunderlich, schließlich würde man mittlerweile eher einen Budget-Tarif erwarten, wie er bei anderen Produkten üblich ist. Crysis, Command & Conquer 3 oder Schlacht um Mittelerde 2 kosten mittlerweile deutlich weniger als bei Erscheinen und sind alle jünger als Sims 2.
Woran liegt’s? Dass es sich immer noch akzeptabel verkauft – sonst würden Händler oder EA über eine Preissenkung nachdenken. Doch allein diese Erklärung reicht kaum aus – auch andere Chart-Dauergäste wie World of Warcraft gibt’s mittlerweile zum Schnäppchenpreis. Tatsächlich muss sich EA hier den Vorwurf gefallen lassen, noch kommerzieller zu denken als der Wettbewerb.
Also das alter des Spieles hat für mich nichts mit dem Wert zu tun, solange es sich sehr gut verkauft, wäre eine Preissenkung nicht ratsam, außer man ist der Meinung es würde den Umsatz nochmals erhöhen.
Den Vergleich mit World of Warcraft finde ich nicht passend. SIMS2 standalone Spiel, mit aussichten das der Kunde vieleicht dran hängen bleibt, und auch noch Addons kauft. Wie gesagt, verkauft es sich gut und habe ich keinen nennenswerten Vorteil davon warum dann den Preis senken.
Und ich persönlich habe auch noch von keinen Protestkampagnen gehört/gelesen das es eine Frechheit wäre SIMS2 noch zum Vollpreis zu verkaufen. (Man kann mich eines besseren belehren)
World of Warcraft ein Online MMORPG, das das Ziel hat den Käufer möglichst lange an das Produkt/Spiel zu binden. Dem zum Release als Vollpreistitel rauszubringen, war sicher nicht schlecht. Aber jetzt muss man auch die Leute noch überzeugen die vieleicht nicht den Vollpreis zahlen wollten. Gänzlich andere Unternehmenstrategie.
Vorurteil 5: EA hat wichtige Branchentrends verschlafen.
Kein Kommentar dazu. Nur vollständigerhalber dabei.
Vorurteil 6: EA nutzt seine Monopolstellung aus.
Wo ist den da ein Monopol. Bis jetzt ist es nicht soweit das es nur EA gibt. Und wenn es nicht mit dem Teufel zugeht wird es das auch nie geben.
Es kann doch niemand ernsthaft behaupten, es gäbe keine alternativen zu EA Games.
Fazit:
Das Problem von EA. Sie sind zu groß und wollen es auch unbedingt jeden zeigen.
Es gibt auch noch andere große Publisher wie Activision Blizzard und auch Ubisoft, aber die produzieren sich nicht so. Die stehen eher im Hintergrund und lassen eher ihre Spiele bzw. Entwicklerstudios im Scheinwerferlicht. Das ist bei EA gerade umgekehrt.
Uns darf man nicht vergessen, auch Electronic Arts ist eine Aktiengesellschaft
und das Ziel einer solchigen ist eben primär Geldscheffeln. Oder besser gesagt die Aktionäre wollen das.
Das ist meine persönliche Meinung zu dem Thema.